Das Immunsystem
Unser Abwehrsystem gegen Krankheiten, Fremdkörper wie Viren, Bakterien und anderen Störfaktoren wird durch unser Immunsystem gewährleistet.
Dieses sorgt dafür, dass wir mit krankmachenden Mikroorganismen, mit Infektionen und Wunden "fertig werden". Es erkennt bestimmte Stoffe als fremd und neutralisiert oder eliminiert sie. Der menschliche Körper versucht ständig, die Homöostase aufrecht zu erhalten, indem er schädliche Reize, die auf ihn einwirken, bekämpft. Die Immunabwehr umfasst eine Vielzahl von Körperreaktionen, einschließlich der Produktion spezieller Antikörper gegen diese Reize. Die Antikörper kämpfen gegen die Invasion von Mikroben (Viren, Bakterien, Pilzsporen), setzen der Entwicklung ansteckender und bösartiger Krankheiten Widerstand entgegen und eliminieren unerwünschte Stoffe aus dem Körper.
Die Wurzel aller Krankheiten ist ein unzureichend funktionierendes Immunsystem.
Die Bedeutung des Immunsystems kann gar nicht genügend betont werden. Das Immunsystem ist Voraussetzung für das Überleben des Menschen. Es schützt uns nicht nur vor "Invasoren" wie Hefen (Candida albicans), Bakterien und Viren, sondern auch vor solchen Substanzen wie Alkohol, Nikotin und Coffein. Ohne ein ausreichend funktionierendes Immunsystem ist eine gute Gesundheit nicht aufrechtzuerhalten, da der Körper sonst die "Eindringlinge" nicht bekämpfen, bzw. beseitigen kann.
Zu den vordringlichen Aufgaben der Immunabwehr zählt die Produktion von Antikörpern gegen Antigene: die Antigen-Antikörper-Reaktion. Immer wenn spezifische Antigene (z.B. Blütenpollen) in den Körper (durch die Nase) eindringen, "erinnert" sich das Immunsystem sofort und bildet umgehend Antikörper. Das können höchst unliebsame allergische Reaktionen sein, wie wir es von dem bekannten Heuschnupfen her kennen.
Ein normal funktionierendes Immunsystem ist Voraussetzung für die Gesundheit und das Leben überhaupt. Wenn das Immunsystem vollständig ausfällt, kann der Mensch nicht länger als ungefähr einen Tag überleben - dann führen Infektionen zum Tode.
Unser Immunsystem ist eines der komplexesten Systeme des Körpers. Es umfasst Thymusdrüse, Schilddrüse, Lymphknoten, Knochenmark und Nebennieren.
Wichtigste Aufgaben des Immunsystems sind das Erkennen und Zerstören körperfremder Stoffe sowie der Erhalt der als körpereigenen erkannten Substanzen. Spielt das Immunsystem allerdings verrückt, kommt es zu Krankheiten wie z. B. Multipler Sklerose.
Mit Hilfe des lymphatischen Systems und des Blutkreislaufs werden die Substanzen des Immunsystems (Körperpolizei) durch den Körper transportiert.
Kommen also Bakterien, Viren oder sonstige schädliche Stoffe auf unseren Körper zu, bildet die Haut als unsere äußerste Verteidigungslinie ein erstes Hindernis. Körperöffnungen wie die des Verdauungstraktes (Mund), der Genitalorgane, der Harnwege und des Atemtraktes sind gegen Attacken durch Schleim geschützt, der proteolytische Enzyme und sekretorische Antikörper enthält, die eindringende Antigene außer Gefecht setzten und/oder zerstören.
Der Verdauungstrakt ist zudem gut geschützt gegen Angriffe von Antigenen, die in der aufgenommenen Nahrung enthalten sind. Ein System von Lymphknoten, die Peyer-Plaques, verfügt über Zellen, die weiße Blutkörperchen und IgA (Immunglobulin der Klasse A) ausschütten, jene Antikörper, die uns vor Parasiten und Mikroben schützen.
Gelingt es Bakterien, in den Körper einzudringen, so ernähren sie sich von den Nährstoffen der Wirtszelle und vermehren sich sehr schnell. Genauso schnell werden sie von zirkulierenden Elementen des Immunsystems als Eindringlinge identifiziert, und damit beginnt sofort der Angriff gegen sie.
Das Immunsystem alarmiert den Körper durch ein Signal, wenn es fremde Eindringlinge erkennt. Antikörper werden gebildet, und spezialisierte weiße Blutkörperchen eliminieren die unerwünschten Substanzen. Diese hart arbeitenden Verteidiger bemühen sich gemeinsam, alle lebenden oder toten Substanzen zu zerstören, die nicht von Natur aus zum menschlichen Körper gehören. Fremde Substanzen können sein: Pollen (Getreide), Nahrungsallergene wie Milch oder Erdbeeren, andere Allergene wie Hausstaub oder Tierhaare; im Körper produzierte Substanzen, auch krebsartige Zellen, denaturierte Proteine, Bakterien, Viren und Pilzsporen (wie Candida albicans). Bei einem schwachen Immunsystem können schon ein gewöhnliches Erkältungsvirus oder weit verbreitete Pollen sehr gefährlich sein.
"Mitarbeiter" des Immunsystems finden Sie oben in den einzelnen Menüpunkten.
Wir besitzen alle ein angeborenes Immunsystem und eine erworbene Immunantwort.
Das bedeutet, dass unsere Immunität zu einem Teil ererbt ist. Der andere Teil, die erworbene Immunität, entsteht dadurch, dass der Körper durch wiederholten Kontakt mit Fremdkörpern zwischen Eigenem und Fremdem unterscheiden lernt und das Immunsystem entsprechend reagiert.