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Wachstumsfaktoren sind körpereigene Substanzen (Proteine) die das Gehirn selbst synthetisieren kann um u.a. Neurone vor einer Schädigung zu schützen und das Zell- bzw. Körperwachstum zu stimulieren. Sie können leicht in Zellen diffundieren (sich ausbreiten) und dort bestimmte Vorgänge auslösen, z.B. die Regulierung der Zellteilung sowie die Ausbildung bestimmter Fähigkeiten der Zellen. Dabei kann es sich z.B. um Hormone mit Wirkung auf verschiedene Zellgruppen handeln oder auch Proteine die ihre Informationen weiterleiten, indem sie als Signale von einer bestimmten Zelle auf eine andere bestimmte Zelle übertragen werden. Insbesondere bei der Entwicklung mehrzelliger Organismen spielen Wachstumsfaktoren eine große Rolle und sind an sämtlichen, in jeder einzelnen Zelle stattfindenden Vorgängen beteiligt, die den gesamten Zellverband betreffen, wie beispielsweise Wachstum und Entwicklung eines Embryos. Aber auch die Vorgänge bei Entstehung, Verlauf und Auswirkungen krankhafter Veränderungen des Körpers werden beeinflusst. Da Wachstumsfaktoren die bemerkenswerte Eigenschaft besitzen über Leben und Absterben von Zellen ebenso zu entscheiden, wie über Antrieb oder Blockade der Zellteilung und außerdem zu einem raschen Wechsel von Abwehr zu Angriff in der Lage sind, geht im geschwächten Zustand der menschliche Organismus nicht immer als Sieger hervor.

Wachstumsfaktoren werden in 6 große Familien unterteilt:
  • FGF- Familie (Fibroblast growth factor)
    - im Bindegewebe vorkommende Zellen nennt man Fibroblasten, z.b.Collagen

  • TGF- Familie (Transforming growth factor)
    - Transformierender Wachstumsfaktor, wird unterteilt in 3 die Untergruppen TGF-a, TGF-ß und BMP. Bei der Differenzierung von Zellen und Geweben sowie der embryonalen Entwicklung spielen die TGFs eine wichtige Rolle

  • Hedgehog
    - spielt beispielsweise in der Regeneration geschädigten Gewebes eine große Rolle

  • Wingless
    - kontrolliert z.b. (wie auch Hedgehog) Form- und Musterbildung sowie Wachstum während der Entstehungsphase in einem Organismus

  • Delta und Serrate

  • Ephrine
    - bislang rechnete man diesen Proteinen eher eine passive Rolle zu, mittlerweile weiß man jedoch, dass sie in bestimmten Nervenzellen als Rezeptoren (Empfänger) fungieren